Unsere Methoden | Unsere Haltung | Unsere Hintergründe

Fragen und Antworten

Mediation hilft,

  • wenn es um Geld geht, das in irgendeiner Weise mit Menschen verbunden ist.
  • wenn es um Menschen geht, die in irgendeiner Weise praktisch oder gedanklich in Verbindung bleiben müssen.
  • wenn es um Zusammenarbeit geht, die nicht einfach abgebrochen werden kann.

Im Privatleben hilft Mediation:

    • wenn Trennung droht oder die Paarbeziehung in einer Krise ist:
      -> zur Reparatur.
    • wenn Trennung ansteht und Verletzungen und Vermögen verteilt werden:
      -> zur für alle Betroffenen erträglichen Abwicklung.
    • wenn Nachbarn, Erben, Familienmitglieder oder Freunde um Geld, Verhalten oder Zustände streiten:
      -> zur schnellen und nachhaltigen Erledigung des Konfliktes.

Im Unternehmenskontext hilft Mediation:

    • wenn Sie eine Kunden- oder Geschäftsbeziehung trotz Konflikt aufrecht erhalten wollen oder müssen:
      -> zur Wiederlangung von Vertrauen und zur Beseitigung des aktuellen Streits
    • wenn andere Formen der Konfliktlösung zu viel finanziellen, emotionalen oder den Ruf betreffenden Schaden anrichten (könnten):
      -> zur (weitgehend) selbst kontrollierten Konfliktlösung mit der jederzeitigen Möglichkeit, sich auf eine Lösung einzulassen oder sie abzulehnen (statt beispielsweise einem Urteil ausgeliefert zu sein)
    • wenn wichtige Mitarbeitende oder Teams wegen des Konfliktes in ihrer Leistung nachlassen:
      -> zur Wiederherstellung von Kooperation und konstruktiver, zielorientierter Interaktion

Zusammengefaßt:

Mediation ist eigentlich immer dann sinnvoll, wenn Menschen über das Ende des Konfliktes hinaus in Beziehung oder im Kontakt bleiben – weil sie zusammen arbeiten, weil sie miteinander leben, weil sie gemeinsame Kinder haben, weil sie sich regelmäßig begegnen oder weil sie soviel miteinander zu tun hatten, daß sie in Gedanken lange Zeit nicht loslassen können.

Das Wirkprinzip von Mediation

Transformative Mediation lenkt die Aufmerksamkeit der Konfliktparteien weg von den laut postulierten Forderungen hin zu den dahinterliegenden Gründen des Streites. Denn selbst beim reinen Streit um Geld gibt es immer ein Dahinter. Das könnte sein „Ich brauche das Geld für …“ oder „Das Geld steht mir zu, weil …“ oder „Der andere soll das Geld nicht haben, denn er hat mich …“ usw. Ohne dieses „Dahinter“, also das eigentliche Ziel, würde niemand Streit anfangen.

Wenn in der Mediation dieses Dahinter herausgearbeitet wurde – wir nennen es auch Bedürfnisse – dann vervielfältigen sich plötzlich die Lösungsmöglichkeiten.

Um beim Geld zu bleiben: Das Ding, für dessen Kauf ich das Geld brauche, könnte ich vom Konfliktgegner auch auf andere Weise bekommen. Oder mein Recht auf das, was mir zusteht, kann ich gegen ein anderes Recht eintauschen, was mir eigentlich nicht zusteht, aber genausoviel oder sogar größeren Nutzen bringt. Und die Strafe, die ich jemandem zukommen lassen will, indem ich viel Geld von ihm oder ihr fordere, könnte in manchen Fällen auch durch eine ehrliche öffentliche Entschuldigung abgegolten sein.

Oder wenn es um Umgangszeiten mit Kindern geht: Da ist das „Dahinter“, das eigentliche Ziel, vielleicht: „Ich will nicht, daß vor dem Kind schlecht über mich geredet wird.“ oder „Wenn er das Kind sehen will, soll er auch zahlen.“ oder „Ich muß die ganze Arbeit machen und sie hat den vergnüglichen Teil.“ Statt dann darüber zu streiten, ob das Kind um 13 oder um 15 Uhr abgeholt werden darf und darüber, daß aber der Samstag nicht zählt, weil da ja Fußball war, ist es sicher besser am „Dahinter“ zu arbeiten. Also daran, daß keiner mehr Angst vor Schlechtreden haben muß. Und daran, daß die für das Kind nötigen Leistungen in fairer Weise verteilt werden. Und daran, dem Kind gute Eltern zu sein, wenn es schon mit dem gemeinsamen Zuhause nicht geklappt hat.

Erfolgsfaktor 1:

In einem Konflikt widersprechen sich die ursprünglichen Positionen und Forderungen zumeist fundamental. Über ein strukturiertes Verfahren mit vielen teil-deeskalierenden Elementen werden deshalb in der Mediation die hinter den Forderungen liegenden Ziele und Bedürfnisse herausgearbeitet. Fast immer ergeben sich aus diesen eigentlichen Konflikttreibern schnell neue und für alle Beteiligten optimale Lösungen.

Dadurch werden Konflikte in der Mediation vollständig und nachhaltig beendet. Und es ist gut, Konflikte positiv und für alle Beteiligten zu beenden, statt sie nur – sei es durch Niederlage, Kompromiß oder Sieg – vorübergehend und oberflächlich zu erledigen (siehe auch: Arten der Konflikterledigung). Denn erledigte Konflikte machen die Gedanken wieder frei, unerledigte oder verlorene Konflikte beschäftigen Emotionen und Verstand über lange lange Zeit. Sie rauben Lebensenergie und sie verschwenden Lebenszeit.

Erfolgsfaktor 2:

Neben der Orientierung auf das Dahinter, auf die Bedürfnisse, gibt es noch einen weiteren Grund, warum Mediation oft gut und anhaltend wirkt: die alleinige Verantwortung der Medianten für das Ergebnis. Das ist wahrscheinlich auch der wichtigste Unterschied zu semi-kooperativen Konfliktlösungsverfahren wie Vergleich oder Schlichtung, die manchmal deutlich schneller zu haben sind, als ein Mediationsergebnis. Und es bedeutet: Die Entscheidung über das konkrete Ziel und über das Ergebnis liegt alleine in den Händen der Beteiligten. Die Mediatoren bringt keine eigenen inhaltlichen Vorschläge in das Verfahren ein und treffen keine Entscheidungen. Warum sie das nicht tun? Lesen Sie mehr … Die Mediatoren drängen auch niemanden zu einer Lösung. Mediation stellt also sicher, daß Sie sich nicht einem unbefriedigenden Ergebnis unterwerfen müssen. Sind die Konfliktparteien nicht sicher, ob sie die getroffene Vereinbarung auch wirklich einhalten können, einigen sie sich meist auf eine Probezeit.

Das Verfahren der Mediation

Damit die Streitenden aus der emotionalen Erregung, der inneren Eskalation herausfinden, sich wieder zuhören und schließlich miteinander Lösungen vereinbaren können, braucht es ein strukturiertes Verfahren. Von der Zielfindung und dem inneren JA zur Mediation, über das Loslassen der Vergangenheit, das Verstehen des Geschehen bis zur Bereitschaft für einen Friedensschluß ist es manchmal ein längerer, machmal ein kürzerer, aber immer ein Schritt für Schritt zu gehender Weg. Während Außenstehenden „längst klar“ ist, was da wohl schiefläuft, ist es den Beteiligten anfangs vor lauter Streß nicht bewußt.

Deshalb gibt es für die Mediationsverfahren fünf Phasen. Lesen Sie mehr dazu …

Die Dauer eines Mediationsverfahrens

Die Gesamtzahl der Mediationstermine läßt sich im Voraus nicht seriös festlegen. Sie ist abhängig von der Höhe der Eskalation und der Menge an bisher gegenseitig zugefügtem Schaden, von der Anzahl der Beteiligten und natürlich davon, wie lösungswillig die Medianten zu Beginn des Verfahrens schon sind.

Erfahrungsgemäß brauchen betriebliche Konflikte zwei bis vier, private Konflikte drei bis fünf Termine. Aber: Manche Konflikte sind schon nach einer Sitzung gelöst, manchmal kosten die Veränderungen auch sehr viel mehr Zeit.

Sie entscheiden am Ende jedes Termins, ob weitere Termine stattfinden sollen. Wir machen Ihnen dazu aus fachlicher Sicht einen Vorschlag, aber die Entscheidung liegt bei Ihnen. Damit bleibt das Verfahren unter Ihrer (finanziellen) Kontrolle.

Terminvereinbarung Unternehmen:

Wenn Sie die Schwierigkeiten in Ihrem Betrieb oder mit Kunden durch Mediation auflösen möchten, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Wir schlagen Ihnen dann einen konkret auf Ihre Situation passenden Ablauf der Mediation vor.

Terminvereinbarung Privatleute:

Wenn Sie Ihre Schwierigkeiten mit Mediation auflösen wollen, vereinbaren wir ein kostenfreies Vorgespräch (ca. 15 min) zum Kennenlernen und zur Beratung über die Rahmenbedingungen. Anschließend an dieses Vorgespräch kann die erste Sitzung gleich beginnen. Bitte rechnen Sie deshalb für den ersten Termin mit einer Zeitdauer von ungefähr zwei Stunden.

Termin vereinbaren eMail schreiben

Paarberatung und Paartherapie helfen, wenn

  • Sie soetwas wie Liebe füreinander empfinden und es trotzdem nicht gut ist, wie es gerade ist
  • Sie sich immer wieder mehr oder weniger unnötig übereinander ärgern
  • Sie im Bett mehr oder weniger wollen oder es gar nicht richtig und mit Freude klappt
  • Sie zwischen Kindern und Beruf nicht wissen, wie Sie Partnerschaft leben können
  • Sie nach wichtigen Zäsuren im Leben eine gemeinsame Neuausrichtung suchen

Paarberatung oder Paartherapie sind dann erfolgreich, wenn Sie sich grundsätzlich einig sind, Ihre Beziehung fortsetzen zu wollen. Stellt sich im Verlauf der gemeinsamen Arbeit heraus, daß das nicht sicher ist, wechseln wir methodisch zur Paarmediation und versuchen, die Basis für eine gemeinsame Zukunft wieder herzustellen. Paarberatung oder Paartherapie haben stets das Ziel, die Partnerschaft zu erhalten. Nur wenn das auf Grundlage einer gemeinsamen Entscheidung tatsächlich nicht möglich ist, erarbeiten wir, in welcher Weise die Zukunft für alle Betroffenen so gestaltet werden kann, daß sie trotz Trennung gut wird.

Wenn Sie Ihre Partnerschaft mit Paarberatung oder Paartherapie (wir machen da keinen Unterschied) reparieren oder weiterentwickeln wollen, vereinbaren wir ein kostenfreies Vorgespräch (ca. 15 min) zum Kennenlernen und zur Beratung über die Rahmenbedingungen. Anschließend an dieses Vorgespräch kann die erste Sitzung gleich beginnen. Bitte rechnen Sie deshalb für den ersten Termin mit einer Zeitdauer von ungefähr zwei Stunden.

Warum machen wir keinen Unterschied zwischen Paarberatung und Paartherapie?

Im systemischen Verständnis bewirkt jeder Form von Reflexion der eigenen Wirklichkeit die Veränderung unserer Wahrnehmung. Veränderte Wahrnehmung des eigenen oder fremden Handelns und Fühlens verschafft uns andere und oft auch mehr Möglichkeiten. Ob diese Reflexion Beratung oder Therapie genannt wird, ist allerhöchstens eine Frage der Intensität, eigentlich aber bedeutungslos. Wann immer Reflexion geschieht, entwickeln sich Menschen und ihre Beziehungen weiter. Die Aufgabe von Paarberatung und Paartherapie ist es in gleicher Weise, die richtigen Fragen zu stellen, die passenden Reflexionsmethoden anzubieten und dabei für einen geschützten Rahmen zu sorgen, in dem sich angstfrei denken läßt.

Daß diese Reflexion und das angstfreie Denken oft nicht ohne Hilfe zu Hause funktionieren, hat seinen Grund in der Paardynamik: Im Laufe ihres Lebens geraten Paare in verschiedene Phasen, die jeweils unterschiedlichen Umgang miteinander erfordern. Dummerweise lassen sich diese Phasen oft nicht erkennen, wenn man selbst mittendrin steckt. Dann behalten beide Partner das Verhalten aus der vorherigen Phase bei und wundern sich, daß es ihnen miteinander so schlecht geht. Weil sie aber nicht wissen, was eigentlich passiert, werden sie aufeinander sauer, vorwurfsvoll, möglicherweise verbal oder körperlich gewalttätig und schließlich sogar haßerfüllt vor lauter Enttäuschung.

Paarberatung und Paartherapie helfen, diese Mechanismen zu durchschauen und dann festzustellen, aus welcher Kraft heraus eine Weiterentwicklung oder Reparatur der Partnerschaft möglich wird. Oft ist noch Liebe da, manchmal verschüttet und sehr gekränkt. In einigen Fällen ist es auch Pragmatismus, der anfangs die Grundlage zum Weitermachen legt. Doch in beiden Fällen können neues Vertrauen, neues Gefühl füreinander und ein liebevoller Umgang miteinander entstehen. Dann funktioniert die Partnerschaft wieder.

Es ist einfacher, als es sich anfühlt! Aber etwas schwerer, als es beim Lesen erscheint. Sehr wahrscheinlich aber wird es nachher besser sein als jetzt.

Terminvereinbarung:

Wenn Sie Ihre Schwierigkeiten mit Paarberatung / Paartherapie auflösen wollen, vereinbaren wir ein kostenfreies Vorgespräch (ca. 15 min) zum Kennenlernen und zur Beratung über die Rahmenbedingungen. Anschließend an dieses Vorgespräch kann die erste Sitzung gleich beginnen. Bitte rechnen Sie deshalb für den ersten Termin mit einer Zeitdauer von ungefähr zwei Stunden.

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Traumatherapie hilft, wenn

  • Sie immer wieder von Emotionen überwältigt werden, die nicht ins Hier und Heute gehören

  • Sie regelmäßig ungewollt in emotionale Zustände geraten, die sie sich nicht erklären können

  • Sie körperliche Dysfunktionalität erleben, für die es keine „medizinischen“ Ursachen gibt

  • Sie bestimmte Dinge gern tun wollen, aber aus unerklärlichen Gründen immer wieder nicht tun

Wir arbeiten traumatherapeutisch vorwiegend mit den Methoden EMDR (evidenzbasiertes Verfahren) und EFT (gilt in Deutschland nicht als evidenzbasiertes Verfahren, wir erleben die Methode aber oft als sehr wirkungsvoll), sowie mit hypnosystemischen und körperorientierten Methoden. Dabei geht es uns nicht um Heilung (dafür ist Ihr Arzt oder Ihr Psychotherapeut zuständig), sondern um die Wiederherstellung Ihrer Lebensqualität und Ihrer Selbstmächtigkeit durch Auflösung oder Integration der zum Trauma gehörenden Emotionen oder körperlichen Einschränkungen.

Wie entsteht eine Traumatisierung?

Traumatisierung ist nicht die zwingende Folge eines schlimmen Erlebnisses. Und Traumatisierung kann entstehen, auch wenn es gar kein benennbares schlimmes Erlebnis gegeben hat. Traumatisierung entsteht, wenn Emotionen, Körpererfahrungen und Erkenntnisse nicht im Lebenslauf integriert worden sind, sondern als aktuell gültig im Leben „mitgeschleppt“ werden. Dann nämlich werden sie in völlig unpassenden Momenten aktiviert und entfalten ihre Wirkung unkontrollierbar.

Entscheidend dafür, daß es zu einer Traumatisierung kommt, ist die Nichtzuordnung von Emotion, Körpererfahrung oder (vermeintlicher) Erkenntnis zu einem konkreten Sachverhalt. So eine Nichtzuordnung kann passieren bei einem Unfall mit anschließender Ohnmacht und weitgehendem Vergessen des genauen Ablaufes, bei einer Vergewaltigung mit aktiver Verdrängung des unerträglichen Erlebten, bei anhaltende Vernachlässigung, die das betroffene Kind nicht versteht, sondern nur fühlt oder auch bei einer nur wenige Wochen dauernden Reha-Kur mit ihrer für das Kind unerklärlicher Abwesenheit der Mutter. Nicht immer ist Traumatisierung daher auf schuldhaftes Handeln eines Täters zurückzuführen oder auf das Versagen von Technik oder Menschen in einer konkreten Situation. Besonders bei Kindern kann Traumatisierung auch trotz bester Absichten von Eltern oder Bezugspersonen enstehen, weil das Kind negative Emotionen, Körpererfahrungen und Erkenntnisse nicht zuordnen kann. Wie bei Erwachsenen werden sie dadurch entweder an einen Trigger gebunden oder sind stets vorhanden (und zeitweise verdrängt).

Emotionen können beispielsweise sein:
Angst, das Gefühl von Wertlosigkeit, Mutlosigkeit, Bedrohung, Scham, …

Körperreaktionen können beispielsweise sein:
Anspannung im Arm, Verkrampfung im Unterleib, Unsicherheit beim Bewegen, …

(vermeintliche) Erkenntnisse können beispielsweise sein:
„Ich darf niemandem vertrauen.“, „Ich mache alles falsch.“, „Ich muß für mein Recht kämpfen, keiner gönnt mir was.“, „Alle Männer sind Schweine.“, „Alle Frauen sind hinterhältig.“

In der Traumatherapie erarbeiten wir zuerst – altersangemessen – die theoretischen Hintergründe von Traumatisierung und Traumabewältigung. Danach folgen die Integration von Emotionen, die Auflösung verbliebener Körperreaktionen und die Überarbeitung lebensqualität-beschränkender „Erkenntnisse“.

Wie lange dauert Traumatherapie?

Traumatherapie, d.h. die Verankerung des Erlebten mit den zugehörigen Emotionen, Gedanken und Erfahrungen an seinem tatsächlichen Platz in der Lebensgeschichte, kann sehr schnell erledigt sein. Es kann aber auch länger dauern, wenn wir behutsam vorgehen müssen, um unwillkürliche Schutzreaktionen zu vermeiden oder wenn sich verschiedene Traumatisierungserfahrungen gegenseitig verstärken.

Wenn Sie die schwierigen Phasen der Therapie durchhalten, kann es nachher besser sein als jetzt.

Terminvereinbarung:

Wenn Sie Ihre Schwierigkeiten mit Traumatherapie auflösen wollen, vereinbaren wir ein kostenfreies Vorgespräch (ca. 15 min) zum Kennenlernen und zur Beratung über die Rahmenbedingungen. Anschließend an dieses Vorgespräch kann die erste Sitzung gleich beginnen. Bitte rechnen Sie deshalb für den ersten Termin mit einer Zeitdauer von ungefähr zwei Stunden.

Wir arbeiten mit Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern.

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Supervision hilft, wenn

  • Sie persönlich immer wieder
    ..: an berufliche oder
    ..: an private
    Grenzen stoßen
  • Ihr Team immer wieder
    ..: an fachlichen oder
    ..: an kollegialen
    Schwierigkeiten hängen bleibt.
  • Sie oder die Mitglieder Ihres Teams immer wieder
    ..: unter einem Übermaß an aktueller Belastung leiden,
    ..: unter einem Übermaß an Erinnerungen leiden,
    ..: unter einem Übermaß an Befürchtung leiden.
  • Sie beruflich oder privat loslassen können wollen.

Supervision wirkt aufarbeitend und vorbeugend.

Supervision als Akutintervention:

Wenn Sie oder Ihr Team ganz akut auf eine Grenze oder ein Problem getroffen sind, die Ihnen die Arbeit erschweren, vereinbaren wir ein kostenfreies telefonisches Vorgespräch von ca. 30 min. Dabei erfahren wir Ihr Anliegen und klären gemeinsam, ob die Zusammenarbeit mit uns der richtige Weg zur Bearbeitung Ihres Auftrages sind. Dann besprechen wird den Rahmen.
In den folgenden Terminen mit Ihrem Team arbeiten wir entweder an dem vorab vereinbarten akuten Thema oder versuchen – wenn der genaue Grund für die Schwierigkeiten unklar ist – im ersten Schritt herauszufinden, was das eigentliche Problem für Ihr Team ist und bearbeiten es anschließend.

Supervision als regelmäßige Intervention:

Wenn Sie oder Ihr Team in einem schwierigen Bereich tätig sind, ist es sinnvoll und notwendig, regelmäßig das eigene Befinden, die allgemeine Arbeitsweise, die innere Haltung und das Vorgehen bei einzelnen Fällen (Klienten, Aufgaben, …) zu besprechen.

Tun Sie das nicht, ist die Gefahr groß, daß sie überraschend an Grenzen stoßen, die dann nur mit größerem Aufwand und emotionalen und finanziellen Verlusten zu überwinden sind.

Interessieren Sie sich für regelmäßige Supervision, vereinbaren wir ein kostenfreies telefonisches Vorgespräch (ca. 30 min), um mehr über Ihren Arbeitsbereich und eventuelle Besonderheiten Ihres Teams zu erfahren. Wir prüfen dann gemeinsam, ob unsere Möglichkeiten und Methoden der richtige Weg zur Bearbeitung Ihres Auftrages sind. Und wir besprechen den Rahmen.

Nach jedem Termin kann Ihr Team entscheiden, ob die langfristige Zusammenarbeit fortgesetzt werden soll.

In den Terminen mit Ihrem Team arbeiten wir an den jeweils aktuellen und vom Team eingebrachten Themen oder wir weisen das Team von uns aus auf Themen hin, die uns für das Team als wichtig erscheinen.

Wir wirkt Supervision?

Supervision gibt es für Einzelpersonen und für Teams. Es lassen sich private und berufliche Fragen bearbeiten. Auch Unklarheiten über die eigenen Ziele oder Entscheidungsschwierigkeiten können bearbeitet werden.

Und so funktioniert es:

Wer normalerweise sein Leben und seine Arbeit im Griff hat, kommt trotzdem manchmal an Grenzen, deren Überwindung ihm nicht gelingt. Solche Grenzen können an den unsinnigsten und unverständlichsten Stellen stehen. Es ist müßig, darüber zu klagen oder zu grübeln, warum sie gerade dort und in so unpassender Weise auftauchen.

Wichtiger ist es, diese Grenzen zu überwinden. Das geschieht in einer einfachen Schrittfolge
..: Akzeptanz des Zustandes
..: Sortierung der Gedanken und Gefühle rund um diesen Zustand
..: Erkennen der Ursache für die Grenzen
..: Überwindung der Grenzen durch Auflösung der Ursache

Diese einfachen Schritte können es in sich haben. Aber es ist möglich, sie zu gehen.

Terminvereinbarung:

Wenn Sie Ihre Schwierigkeiten mit Supervision auflösen wollen, sprechen Sie uns an.

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Systemische Familientherapie hilft, wenn

Familien Schwieriges, Merkwürdiges oder Unbefriedigendes erleben und es verändern möchten.

Themen für die systemische Familientherapie

  • Erziehungsfragen und Differenzen über das Familienleben
    ..: Strenge und Milde in der Erziehung
    ..: Gestaltung und Umfang gemeinsamer Zeit
    ..: Umgang und Schwierigkeiten mit Sexualität
  • psychosomatische Veränderungen, familienbelastende Störungen
    ..: selbstverletzendes Verhalten, Drogen
    ..: Einnässen/Bettnässen, „Ticks“, psychosomatische Schmerzen, …
    ..: Eßstörungen
  • Umgang mit Ablösungs-, Trennungs- und Rückkehrprozessen
    ..: Eltern und Kinder in der Pubertät
    ..: neue Partner der Kinder, Auszug der Kinder, Aufnahme von Pflegekindern
    ..: Fremdgehen
  • sozial- oder persönlichkeitsunsicheres Verhalten
    ..: Schulschwänzen, Fernbleiben von Zuhause
    ..: Erziehungsschwierigkeiten, Konflikte mit den Kindern
    ..: Ängste, Phobien, Realitäts- und Wahrnehmungsstörungen
  • Familien- und Lebenskrisen
    ..: (drohende) Trennung der Eltern
    ..: Tod von Kindern, Tod von Familienmitgliedern
    ..: Depression und Burnout, schwere Krankheiten

Eigentlich wissen Eltern, was gut für ihre Familie und ihre Kinder ist und Kinder sind meistens in der Lage, sich ihrem Alter entsprechend zu verhalten. Aber manchmal sind große oder auch kleine Probleme so verstörend, daß die Betroffenen wie vor einer Schranke stehen: Sie sehen einfach den nächsten nötigen Schritt nicht mehr. Ihre Intuition schweigt. Die Hoffnung auf problembefreites Zusammenleben sinkt. Es scheint immer schwieriger zu werden oder zumindest nicht besser.

Wieso kommt es soweit?

Daß es soweit kommt, ist nicht weiter verwunderlich. Denn Probleme in der Familie oder mit den Kindern bedeuten Streß. Und Streß führt in einem ganz normalen physiologischen Prozeß, der drephasigen „Streßreaktion“, zur Einschränkung des klaren Denkens. Damit sinkt natürlich auch die Lösungskompetenz bei Familienproblemen.

Welcher Weg verschlimmert die Situation?

Der meist gewählte Ausweg aus schwierigen Situationen ist die Intensivierung der bisher schon versuchten Lösungsansätze. Doch die damit verbundene Anstrengung ist umsonst. Denn das Handlungskonzept ‚Mehr vom Gleichen‘ bringt keine Linderung der Probleme

Warum funktioniert „Mehr vom Gleichen“ nicht?

Lesen Sie mehr darüber …

Andere Auswege sind nötig.

Bei transformativ-systemischer Familientherapie, wie wir sie anbieten, entstehen die Lösungen
..: aus dem neuen Erkennen der Situation
..: aus dem neuen Sortieren von Gedanken
..: aus dem neuen Wahrnehmen von Bedürfnissen
..: aus der neuen und sinnvollen Zuordnung von Strategien
..: aus dem neuen Reflektieren von Deutungen

So entsteht eine neue innere Sicht auf die Lebensumstände, verbunden mit neuem Vertrauen und neuer Hoffnung in den Familienmitgliedern. Diese neue Sicht hat eine direkte Auswirkung darauf, wie sie miteinander umgehen. Und veränderte Interaktion verändert immer auch die ursprünglichen Probleme. Symptome verschwinden. Das Zusammenleben funktioniert wieder.

So unspektakulär ist das! Auf einfachen Wegen große Ziele erreichen können.

Terminvereinbarung

Entscheiden Sie sich, die Situation in Ihrer Familie oder Ihre eigene Beziehung zu Ihrer Familie mit systemischer Familientherapie weiterzuentwickeln, vereinbaren wir ein kostenfreies Vorgespräch (ca. 15 min) zum Kennenlernen und zur Beratung über die Rahmenbedingungen.

Als nächstes wird geklärt, ob Sie schnelle oder gründliche Lösungen für Ihr Anliegen wollen. Beides hat Vorteile: Schnelle Lösungen sind (zumindest vorläufig) kostengünstiger und sie lösen vor allem in sehr kurzer Zeit die derzeit drängendsten Probleme.. Gründliche Lösungen dagegen dauern länger, beseitigen Probleme aber nachhaltig.

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Zwei Gründe, warum Mediatoren sich inhaltlich zurückhalten

Systemisches Denken in der Mediation

Als Systemiker wissen wir, daß nicht die Realität das Handeln von Menschen bestimmt, sondern das, was sie für die Realität halten. Man nennt das die „eigene Wirklichkeit“. Diese eigene Wirklichkeit ist aber nur dem jeweiligen Menschen selbst bekannt. Und selbst, wenn er sie uns erzählt, erzählt er sie uns so, wie wir es nach seiner eigenen Wirklichkeit verstehen könnten. Und wir wiederum verstehen die Erzählung vor dem Hintergrund unserer eigenen Wirklichkeit, also vor unseren Hypothesen, Annahmen, Deutungen, Lebenserfahrungen usw.

Wir können also niemals genau wissen, was für die vor uns sitzenden Personen wirklich gut und richtig ist. Zwar können wir oft recht gut erkennen, was ganz offensichtlich nicht funktioniert und zum Konflikt führt, aber das ermöglicht nicht den Umkehrschluß, zu wissen, was das Beste für die Medianten wäre.

Dazu kommt, daß uns in der Mediation ja in der Regel nicht nur eine Person gegenüber sitzt, sondern mehrere. Die alle haben ihre eigenen Wirklichkeiten von sich und den anderen, die sie zum Teil offenbaren, und auch das wieder so, wie es ihrer eigenen Wirklichkeit nach sinnvoll ist.

Wir müßten also nicht nur durchschauen, was die oder der Einzelne wirklich denkt, sondern auch, was die Beteiligten voneinander denken und welche Gedanken welche konfliktbefriedenden Gefühle und Verhaltensweisen auslösen könnten.

Das ist unmöglich und deshalb der erste gute Grund, warum wir uns inhaltlich zurückhalten müssen.

Der zweite Grund ist schneller erklärt: Mit all unseren Handlungsvorschlägen, wenn wir denn welche machen würden, könnten wir nicht erreichen, daß sie auch wirklich das Denken verändern und daß daraus verändertes Handeln entsteht. Wir haben keinen kausalen Einfluß auf das Denken der Medianten. Das bedeutet, daß unsere Vorschläge entweder gleich verpuffen, weil sie bei den Medianten „nicht ankommen“, oder – noch schlimmer – daß die Medianten sich an den Vorschlag halten, damit dann aber scheitern, weil sich das Fühlen und Denken aller Beteiligten noch nicht (ausreichend) geändert hat. Dieses Scheitern wiegt dann umso schwerer, weil ihm ein Vorschlag der Mediatoren zugrunde liegt. Die Schlußfolgerung „Uns ist nicht zu helfen, es ist alles aussichtslos, nicht mal die klugen Vorschläge der Mediatoren kriegen wir umgesetzt, wir sind ein hoffnungsloser Fall.“ ist dann so naheliegend wie ungünstig.

Was ist eigentlich ein System? Lesen Sie mehr …

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Rechtliche Beratung für Medianten

übernehmen Parteianwälte, Rechtsabteilungen, Notare und ähnliche dazu befähigte und beauftragte Personen. Mediatoren sind hingegen immer allparteilich und neutral. Das heißt: Sie sorgen sich um das Wohlergeben aller Beteiligten, sind also auf die Menschen bezogen „für alle“ (statt neutral) und auf das Ergebnis bezogen neutral (statt ein bestimmtes Ziel zu favorisieren).

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Beispiele

Der Jugendliche kommt erst nach Mitternacht in die Wohngruppe. Am nächsten Tag führt die Bezugsbetreuerin ein Gespräch mit ihm. Am Abend kommt er wieder zu spät. Daraufhin holt ihn die Teamleiterin der Wohngruppe zum Gespräch. In der folgenden Nacht wird er gegen drei Uhr nachts von der Polizei gebracht. Die Einrichtungsleitung führt ein Gespräch mit ihm. In den folgenden Tagen und Nächten wiederholt sich das, auch das Jugendamt und die Polizei führen Gespräche mit dem Jugendlichen. Schließlich wird dazu übergangen, die Gespräche immer zu zweit zu führen, also Bezugsbetreuerin und Teamleiterin oder Teamleiterin und Einrichtungsleiterin. Der Jugendliche kommt fast nur noch zur Taschengeldausgabe …

Mit der Arbeit von S. ist niemand richtig zufrieden. Es folgt ein Personalgespräch. Anschließend ist keine Änderung festzustellen. Nach einiger Zeit gibt es wieder ein Personalgespräch, diesmal doppelt so lang wie das erste. Als erneut keine Auswirkungen sichtbar sind, wird das jährliche Personalentwicklungsgespräch unter Beteiligung des Personalleiters vorgezogen. Die Mitarbeiterin meldet sich krank …

Der Ehemann kommt zu spät nach Hause. Die Frau schmollt und der Ehemann schmollt zurück. Am nächsten Tag ist es nicht besser, wieder kommt der Mann erst nach umfänglichen Überstunden. Die Frau schmollt noch mehr. Der Mann ebenso. Am Abend darauf spricht die Frau gar nicht mehr mit ihm, sondern telefoniert demonstrativ mit ihrer Mutter. Der Mann beginnt mit einigen deutlich hörbaren Handwerksarbeiten …

In den Beispielen läßt sich die weitere Entwicklung vorausahnen. Die eingeschlagenen Wege führen nicht zur erhofften Problembeseitigung. Im ersten Fall sind alle irgendwann völlig erschöpft und frustriert und konzentrieren sich darauf, den Jugendlichen aus der Wohngruppe zu werfen, im zweiten Fall kommt es nach diversen fruchtlosen Gesprächen schließlich doch zur Kündigung, im dritten werden die Eheleute ihre Partnerschaft entweder beenden oder sprachlos nebeneinander verharren.

Wenn Sie bei sich, Ihrem Team oder Ihren Familienmitgliedern Kraft- und Motivationsverlust durch „Mehr vom Gleichen“ feststellen, sprechen Sie uns gern an. Wir überlegen dann gemeinsam, was zu tun ist, um die Situation zu verbessern.

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Die Phasen des Mediationsverfahrens

Phase 1: Unterbrechen der Eskalation

Inhalte dieser Phase sind die Auftragsklärung, das Besprechen der Rahmenbedingungen und die Vereinbarung von Regeln. Zu den wichtigsten Regeln gehört, daß während der Mediation gerichtliche und sonstige Verfahren ruhen und keine einseitigen Maßnahmen ergriffen werden.

Auch unter den Anwälten der Medianten sollten in dieser Zeit keine Schreiben ausgetauscht werden, sofern keine absolut zwingende Notwendigkeit besteht. Deshalb ist es wichtig, vor oder spätestens zu Beginn der Mediation den Umgang mit ablaufenden Fristen oder bevorstehender Verjährung zu klären.

Ziel von Phase 1 der Mediation ist ein klares „Ja, ich will!“ aller Beteiligten zur Mediation. Das kann nur gelingen, wenn ein gemeinsam akzeptierter Auftrag für die Mediation formuliert wurde.

Phase 2: Reden nur mit dem Mediator

Inhaltlich ist dies die Phase der Konfliktgeschichte mit all ihren Vorwürfen, Erlebnissen, Kränkungen, Schadhandlungen usw.

Obwohl Mediation ein „nach vorn“ gerichtetes Verfahren ist, also eines, in dem über eine friedliche Zukunft gesprochen wird und nicht, wie im Gerichtsverfahren, die Schuld in der Vergangenheit bewertet und bestraft wird, so ist es doch in den allermeisten Fällen nötig, den Medianten Raum für ihre Wut, ihre Verletzungen und ihre Forderungen zu geben. Erst wenn sie sich verstanden fühlen – in dieser Phase erstmal hauptsächlich nur von den Mediatoren – werden sie bereit, auch andere verstehen zu wollen. Dazu kommt: Durch das Erzählen und Sortieren wird auch das eigene Erleben von den Medianten noch einmal überprüft und besser verstanden.

Methodisch – und daher auch der Name dieser Phase – werden nun hauptsächlich Zwiegespräche geführt, d.h. zwischen jeweils einer Konfliktpartei und dem oder den Mediatoren. Obwohl in der Regel alle Beteiligten im Raum sind, wird das direkte miteinander Streiten weitgehend unterbunden. Denn wenn das direkte Gespräch zu Lösung geführt hätte, wäre die Mediation ja gar nicht nötig.

Ziele von Phase 2 der Mediation sind zum einen die ausführliche Darstellung und das gegenseitige Hören der „eigenen Wirklichkeit“ jeder Konfliktpartei, zum anderen – wenn möglich – eine Entlastung der Streitenden durch eine veränderte Wahrnehmung ihrer Situation. Diese Veränderung kann durch ein sogenanntes Reframing entstehen.

Phase 3: Reden via Mediatorin

Inhalte: In dieser Phase erfahren die Streitparteien, wie es zum Konflikt kommen
konnte. Sie nehmen die konfliktbefördernden Gedanken und Bedürfnisse
bei sich selbst und beim jeweiligen Konfliktgegner war. Dadurch kann Verständnis
füreinander entstehen und daraus wiederum die Bereitschaft zum Friedensschluß.

Methodisch bringen die Mediatoren in dieser Phase die Konfliktparteien miteinander in Verbindung, zum Beispiel durch zirkuläre oder andere systemische Fragen,aber noch ohne, daß sie wieder direkt miteinander reden.

Ziel von Phase 3 der Mediation sind die Flexibilisierung der eigenen Wirklichkeit und die gegenseitigen Wahrnehmung und Akzeptanz der Bedürfnisse.

Phase 4: Reden in Begleitung durch den Mediator

Inhalt dieser Phase ist die Lösungssuche. Bei der transformativen Mediation, wie wir sie meistens durchführen, ist diese Phase tendenziell eher kurz und unaufgeregt. Denn schon in Phase 3 wird durch gegenseitiges Verstehen und durch das Akzeptieren der wechselseitigen Bedürfnisse emotional Frieden geschlossen. So entsteht in Phase 4 eher ein gemeinsames Lösungs-Suche-Gespräch.

Methodisch konzentrieren die Mediatorinnen sich in dieser Phase vor allem auf die Konkretisierung der entstehenden Lösungen, durch Fragen wie „Was genau ist damit gemeint?“ oder „Wer macht das wann?“ usw.

Ziel von Phase 4 der Mediation ist ein Konsens, nicht ein Kompromiß. Denn bei einem Konsens sind alle zufrieden, bei einem Kompromiß hingegen sind (meist) alle unzufrieden. Und Unzufriedenheit, d.h. bei einem Konflik verloren zu haben, ist ein starker Antrieb für den nächsten Konflikt. Lesen Sie mehr zu den Arten der Konflikterledigung und der Konfliktgegenstandsverschiebung.

Dazwischen

Zwischen Phase 4 und Phase 5 der Mediation ist in vielen Fällen eine rechtliche Prüfung, manchmal auch eine rechtssichere Formulierung der in Phase 4 gefundenen Lösungen nötig. Die erfolgt durch die Parteianwälte der ehemals Streitenden, durch die Juristen des Unternehmens oder bei einem Notar. Wichtig ist, daß alle Beteiligten wissen, worauf sie sich – auch perspektivisch – einlassen und natürlich auch, daß alles rechtsgültig ist. In seltenen Fällen kann es auch wichtig sein, beim endgültigen Vereinbarungstext auf die Vollstreckbarkeit des Mediationsergebnisses zu achten, aber nach einer gelungenen Mediation sollte eigentlich auch ohne Vollstreckungsandrohung eine Erfüllungsbereitschaft vorhanden sein. Hierzu beraten Sie Ihre Anwälte. Wir als Mediatorinnen und Mediatoren geben grundsätzlich keine rechtlichen Hinweise, selbst die Anwälte unter uns nicht. Warum geben Mediatoren keine rechtlichen Hinweise? Lesen Sie mehr …

Phase 5: Handeln ohne Mediatorin

Inhaltlich gesehen findet in Phase 5 die Unterzeichnung der Mediationsvereinbarung statt. Manchmal gibt es auch ein mündliches Versprechen und in anderen Fällen einfach ein konkludentes Handeln. Zudem kann ein Nachprüfungs-/Evaluationstermin vereinbart werden. Das ist meist sinnvoll, weil es hilft, die oft noch „ruckelige“ Anfangsphase der Ergebnisumsetzung nach der Mediation besser durchzuhalten. Wenn nicht gleich alles rundläuft, ist es gut zu wissen, daß es noch einen Termin zum Beschweren gibt, auch wenn der dann schließlich, wenn alles gut eingelaufen ist, gar nicht mehr dafür benötigt wird.

Ziel von Phase 5 der Mediation ist die tatsächliche Umsetzbarkeit des Mediationsergebnisses und der Start dieser Umsetzung.

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lore Ipsum

lore ipsum 

Das Verfahren der Mediation:

Phase 1: Unterbrechen durch die Mediation

Inhalte: Kennenlernen von Beteiligten, Gegenstand, Verfahren und Rahmenbedinungen

Ziel: „Ja, ich will (an der Mediation freiwillig teilnehmen)!“

Phase 2: Reden nur mit Mediator

Inhalte: Konfliktgeschichte, Schuldzuweisungen, Forderungen

Ziele: die jeweiligen Sichten darstellen und hören

wenn möglich, Entlastung erfahren

Phase 3: Reden via Mediatorin

Inhalte:
           ..: die eigenen Sichtweisen flexibilisieren
           ..: die Bedürfnisse gegenseitig akzeptieren

Phase 4: Reden in Begleitung durch Mediator
           ..: Lösungen finden
           ..: ggfs. rechtliche Prüfung **

Phase 5: Handeln ohne Mediator
           ..: ggfs. Probefrist festlegen
           ..: Lösung fest vereinbaren und umsetzen

           Phasenbezeichnung © Roland Straube, 2001

 

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Beispiele

Der Ju  lore ipsum

 

 

Eine Gruppe von gemeinsam handelnden Personen (Projektteam, Familie, gemeinsam sorgeberechtigte Eltern, Gesellschafter einer GbR, …) bezeichnet man als System. Personen, die nicht zu dieser Gruppe gehören, gehören auch nicht zu diesem System. Wie gut oder schlecht die zum System gehörenden Personen miteinander interagieren, hängt nicht von ihren realen Qualitäten ab, sondern davon, was sie übereinander denken.
Beispiele:
..: Zwei fachlich sehr fähige Teammitglieder, die sich gegenseitig für unfähig halten, werden schlecht zusammenarbeiten, obwohl sie es von ihren Qualitäten her sehr gut könnten.
..: Getrennte Eltern, die sich hinsichtlich der Kindererziehung eigentlich einig sind, voneinander aber glauben, der jeweils andere nehme sie nicht ausreichend genug ernst, werden völlig unnötige Konflikte bei der Ausübung des gemeinsamen Sorgerechts haben.
Damit die Mitglieder eines System gut miteinander zurechtkommen, müssen alle Beteiligten Zweckmäßiges voneinander denken. Es ist uns – und das ist das Entscheidende – von außen aber nicht möglich, dieses Denken genau zu erkennen und es dauerhaft zu beeinflussen. Nur den Beteiligten selbst kann es gelingen, entweder ihr Denken zu ändern oder zu ihrem Denken passende (Konflikt-)Lösungen zu finden. Unsere Aufgabe ist es, die dafür nötigen Denkprozesse zu ermöglichen und anzustoßen.

 

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