Unsere Räume – Das Kuhtor in Rostock
Das Kuhtor ist das ältestes Tor der historischen Rostocker Stadtbefestigung und eines der ältesten Gebäude Rostocks. Es wurde 1262 erstmals urkundlich erwähnt. Seine Name entstand, als es nur noch für das Vieh genutzt wurde, das unter ihm hndurch die Warnowwiesen erreichte.
Möglicherweise ist das Kuhtor das älteste erhaltene Backstein-Stadttor Norddeutschlands. Heute ist es eines der vier noch bestehenden von ehemals 22 Toren der Rostocker Stadtbefestigung
1262 wurde der frühgotische Torturm, der auf die Straße nach Bützow und Werle führte, erstmals urkundlich erwähnt, sehr bald jedoch durch das Steintor als wichtigstes Ausfalltor der Stadt nach Süden ersetzt.
Das viergeschossige Gebäude ist 8 mal 9 Meter breit und hat eine Mauerdicke von bis zu 2 Metern. Der Tordurchgang hat eine Breite von 3,5 und eine Höhe von 3 Metern.
Zum Ende des 14. Jahrhunderts wurde die Feldseite zugemauert. Nur in der Zeit der Auseinandersetzungen der Stadt mit den Landesherren wurde es wieder als Stadttor geöffnet. Als der Rat der Stadt 1608 entschied, es als „leichtes Gefängnis“ zu nutzen, wurde nach der erneuten Schließung der Feld- auch die Stadtseite geschlossen.
An Sockel und Fundament des Kuhtors sind noch heute sehr gut die massiven Steine sichtbar, die typisch für die Architektur spätmittelalterlicher Wehranlagen waren.
Später wurde das Tor als Wohnung nutzbar gemacht. So wohnte der Büchsenmacher der Stadt von 1671 an darin. 1825 ist es vollständig zu einem Wohnhaus umgebaut worden und war danach völlig von Häusern umgeben. Bis 1937 stellte die Stadt es Bediensteten der Stadt, Handwerkern und Tagelöhnern als Wohnung zur Verfügung. 1938 wurde es wieder als Stadttor rekonstruiert, vier Jahre später allerdings durch Bomben schwer beschädigt.
Erst 1984 wurden die Kriegsschäden beseitigt. Von 1985 bis 1990 war im Kuhtor der Bezirksvorstand des Schriftstellerverbandes der DDR untergebracht. Von 1990 bis 2009 beherbergte es das Literaturhaus Rostock.
Seit Anfang 2010 ist das Kuhtor nun Sitz der Mediationsstelle Rostock und damit Teil unseres Unternehmens. Nach umfangreichen Renovierungen und dem Einbau einer Randleistenheizung hat es nun ein angenehmes Arbeitsklima. Zweimal jährlich am Tag des offenen Denkmals und bei der Rostocker Kunstnacht kann es besichtigt werden.
(Quelle unter anderem: Wikipedia)
